oliver woye
Oliver Woye wurde 1967 in Stuttgart geboren. Sein Studium der Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing, Kommunikation und Design absolvierte er in Koblenz und London . 1996 machte er sich als Berater für Marketing und Kommunikation selbstständig mit den Hauptaufgabengebieten Corporate Identity und Corporate Design. In der folgenden Zeit entstanden zahlreiche Logos für mittelständische Firmen. Neben dieser Tätigkeit war er stets auch künstlerisch tätig mit dem Schwerpunkt Malerei und angewandte Grafik. Großformatige Auftragsarbeiten in Öl und Acryl entstanden, die Gestaltung zahlreicher Eingangssituationen in Firmen und öffentlichen Gebäuden sowie die Ausrichtung erster kleinerer Ausstellungen wurden ihm übertragen. In den letzten Jahren wandte sich Oliver Woye zunehmend der freien Malerei und Grafik zu. Neben anderen Themen spiegelt sich Oliver Woyes Interesse für Literatur und Sprache in seiner malerischen Arbeit wider, in der z.B. Prosatexte malerisch umgesetzt werden. Aus diesem Grund beinhalten zahlreiche seiner Arbeiten Texte zumeist englischer Poeten, sowie auch seine massiven skulpturellen Arbeiten aus Aluminium und Holz. Hier dient "Moments of Clarity" als eindrucksvolles Beispiel, welches in der Bildergalerie anzusehen ist.
vita
Persönliche Daten
1967 geboren in Stuttgart
1992 Studium der Betriebswissenschaften in Koblenz und London mit den Schwerpunkten Marketing, Kommunikation und Design
1996 Selbständige Tätigkeit als Berater für Marketing und Kommunikation Logodesign für diverse mittelständische Unternehmen Malerische und grafische Arbeiten, Auftragsarbeiten
1999 Übergang zur freien Malerei
2001 Ateliergemeinschaft mit Johannes Rave
Ausstellungsbeteiligungen
2002 Zeitweise 2002, Stuttgart (mit Lawson Oyekan, Pascal Marthine Tayou, Johannes Lacher, Tom Leonhardt, Wolfgang Folmer, Bettina Rave, Johannes Rave, Marie Pittroff, Nicole Guiraud, Thomas Weber)
2003 kunst im dick, Esslingen am Neckar (mit Johannes Lacher, Cedric Christie, Lawson Oyekan, Tom Leonhardt, Johannes Rave, Frank Renner, Rudolf Schoofs, Sara Focke Levin, Sophia Schama, Pippin Drysdale, Allison Britton, Gordon Baldwin, Michael Cleef, Felicity Aylieff, Thomas Weber, Wolfgang Folmer)
jo über...
Oliver Woye ist, wie man aus seiner Biografie ersehen kann, in allerlei Berufen zuhause, die alle eine künstlerische Komponente besitzen.
Während im Leben vieler Begabter irgendwann dieses Künstlerische zugunsten einer Karriere oder auch nur des Broterwerbs auf der Strecke bleibt, ist bei Oliver Woye das Umgekehrte passiert: er ist zum Kunst-maler geworden. Und er ist es mit Leib und Seele, wie ich aus nächster Nähe weiß, denn wir teilen uns seit Herbst 2000 das Atelier. Oliver Woye ist ein spontaner Mensch. Es ist nicht so, als dass er sich die Themen suchen würde - die Themen finden ihn. Er sieht etwas, er liest ein Buch, oder irgend etwas passiert. Kaffee tropft auf ein Papier, Oliver Woye entdeckt die wundervolle Farbe von vergossenem Kaffee, beginnt damit zu malen und weiß schon bald die unterschiedlichen Farbqualitäten verschiedener Kaffeesorten zu würdigen. Er ist, man ahnt es, auch ein Genussmensch, und dieser Genuss gilt dem Leben an sich, und der Lust an der Malerei. Beides verbindet sich auf selbst-verständliche Weise miteinander, und so malt er im Atelier oder auf dem Küchenboden, oder im Garten - kurzentschlossen und mit Leidenschaft.
All das führt uns auf die Spur von Oliver Woyes Malerei. So spontan sie ist, so hat sie doch ein übergeordnetes Thema: die Illustration. Oliver Woye ist zunächst einmal ein Illustrator im klassischen Sinn. Er liest gerne und viel, und er malt Bilder dazu, wie zu den Gedichten, die wir in der Ausstellung haben. Während hier das Thema analytisch behandelt ist, in der Form eines Diptychon, auf dessen einer Seite ein Gedicht, auf der anderen eine Malerei dazu zu finden ist, gibt es andere Arbeiten, wo eigene Textstücke impulsiv zu Papier gebracht wurden, zusammen mit einer gestischen Malerei. Auch die großen, massiven, ruhigen Skulp-turen, thematisieren oft ein Textzitat - sind also illustrative Skulptur.
Manchmal bricht Oliver Woye das Thema auf und malt Bilder, die gewissermaßen die Illustration auf eine andere Ebene heben: dann wird der Text Wort, das Wort zum Schriftzeichen, und das Schriftzeichen zu einer einfachen Form, eine Schlinge, eine Linie, die auf einmal für sich alleine steht oder in Reihung zu gleichen Formen, in beiden Fällen spartanisch auf einem neutralen Grund - dann hat Illustration eine gänzliche Reduktion erlangt.
Johannes Rave im April 2002











